Wein:Weinbaugebiet Rioja

aus dem Koch-Wiki (kochwiki.org)
Wechseln zu:Navigation, Suche
Das Rioja-Gebiet

Das Weinanbaugebiet Rioja ist eines der bedeutendsten Weinanbaugebiete der Welt. Es befindet sich im nordöstlichen Spanien in den (politischen) Regionen La Rioja, dem Baskenland und Navarra. Es erstreckt sich entlang des Ebrobeckens. Dabei unterteilt es sich in die drei Teilanbaugebiete Rioja Alta (Hohes Rioja) im oberen Ebrotal, Rioja Baja (Unteres Rioja) im unteren Ebrotal und Rioja Alavesa (Rioja in der Gegend von Álava) nördlich des Ebro.

Die wichtigsten Rebsorten, die im Weinanbaugebiet Rioja angebaut werden sind die blauen Sorten Tempranillo (65 %), Grenache (18 %), Mazuelo (3,5 %) und Graciano (0,7 %). Daneben werden auch grüne Rebsorten angebaut. Dabei handelt es sich mit Masse um die Sorte Viura (90 % der weißen Reben).

Für den Wein des Anbaugebietes wurde eine Regulierungsbehörde gegründet, die sich um die Qualität und Quantität der hergestellten Weine kümmert. Es handelt sich im die so genannte DOC-Rioja.

Im Weinanbaugebiet Rioja bemüht man sich ähnlich wie im Bordelais ein hohe Qualität vor allem bei Rotweinen zu erreichen. Die handverlesenen Weine werden in kleinen Eichenholzfässern (Barriques) gelagert, die Tannin an den Wein weitergeben. Diese Fässer werden nach spätestens fünf Jahren für die Weinlagerung unbrauchbar, da sie dann kein Tannin mehr enthalten. Man verwendet sie sodann für Whisky-Lagerung.

Bei Weinen aus dem Weinanbaugebiet Rioja unterscheidet man zwischen drei Prädikaten, die in diesem Fall mit Reifegraden gleichzusetzen sind:

  • Der Crianza ist mindestens zwei Jahre gelagert worden, davon mindestens ein Jahr im Eichenfass.
  • Der Reserva ist mindesten drei Jahre gelagert worden davon auch mindestens eins im Eichenfass.
  • Der Gran Reserva ist mindestens zwei Jahre im Eichenfass und dann mindestens drei Jahre in der Flasche gereift.

Viele Weine werden bedeutend länger gelagert. Dadurch sind höhere Qualitäten möglich.

Siehe auch[Bearbeiten]