Ingwermarmelade

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Ingwermarmelade
Ingwermarmelade
Zutatenmenge für: ca. 3 Gläser
Zeitbedarf: Zubereitung: 20–30 Minuten
Hinweise: Enthält Alkohol: ja Vegetarisch
Schwierigkeitsgrad: leicht

Ingwermarmelade ist ein Brotaufstrich aus Zucker, Weißwein und Ingwer. Ingwer pur wäre zu intensiv, daher muss er "verdünnt" werden, wozu sich ein Wein am besten eignet. Jedoch sind auch andere Flüssigkeiten wie z. B. Apfelsaft möglich.

Zutaten[Bearbeiten]

Kochgeschirr[Bearbeiten]

Vorbereitungen[Bearbeiten]

  • Die Gläser und Deckel heiß abspülen, klar nachspülen und umgedreht auf einem Küchentuch abtropfen lassen.
  • Alle Zutaten abmessen
  • Vom Ingwer die Schale mit einer Messerklinge o. ä. abschaben. Kleine Reste in weniger gut zugänglichen Stellen dürfen auch stehen bleiben. Dies ist jedoch eher eine kosmetische Vorgabe, Schalenstücke in der Marmelade sehen einfach nicht so gut aus.

Zubereitung[Bearbeiten]

  • Pektin und Zucker vermischen (sonst klumpt das Pektin leicht).
  • Die Zitrone mit einer Zitruspresse o. ä. auspressen.
  • Den Ingwer fein reiben.
  • Alle Zutaten in den Kochtopf geben.
  • Aufkochen, und 3–4 Minuten köcheln lassen.
  • Gelierprobe machen; wenn die Probe auch nach 1–2 Minuten abkühlen noch nicht geliert ist, etwas länger köcheln, und ggf. noch etwas Zitronensaft zugeben.
  • Wenn die Gelierprobe fest wird, den Topf vom Feuer nehmen und eine Minute warten, damit sich der Schaum setzen kann.
  • Ggf. noch vorhandenen Schaum vorsichtig mit der Schöpfkelle oder einem Schaumlöffel abschöpfen. Der Schaum kann problemlos auch verzehrt werden, er ist lediglich aufgrund des hohen Luftanteils nicht haltbar.
  • Die Konfitüre noch heiß in die vorbereiteten Gläser abfüllen (möglichst voll).
  • Die Gläser gut verschließen (Vorsicht heiß, Topflappen verwenden) und für ca. 15–30 Minuten auf einem Küchentuch, oder besser in einer großen Schüssel oder im Spülbecken o. ä. auf den Kopf stellen. Durch die Hitze der Marmelade werden so der Deckel und der Bereich der Öffnung automatisch sterilisiert. Allerdings kann es bei nicht erkannten vorherigen Beschädigungen eines Glases zu dessen Platzen kommen (ist zwar sehr selten, aber kommt vor).
  • Nach dem Zurückdrehen jedes Glas ein paar mal kräftig schütteln. Die am Deckel anliegende Marmeladenschicht verliert stärker Temperatur, und dickt daher schneller ein. Durch das Schütteln kann man diesen "Pfropfen" wieder lösen. Auch hier unbedingt Topflappen verwenden, die Gälser sind immer noch heiß.

Anmerkungen[Bearbeiten]

  • Die Verwendung von Gelierzucker 1:2 oder gar 1:3 ist weniger empfehlenswert, da die Süße dringend zum Ausgleich der Schärfe benötigt wird. Außerdem wirkt ein hoher Zuckeranteil konservierend. Durch einen geringeren Zuckeranteil verrringert sich die Haltbarkeit dagegen drastisch.
  • An den Wein werden keine allzu hohen Anforderungen gestellt, geschmacklich kommt er nicht zum Tragen. Ein einfacher QbA reicht völlig aus. Jedoch ist nach Meinung des Autors ein lieblicher Wein einem trockenen vor zu ziehen, da dssen Säuregehalt i.d.R. schon von vorn herein an eine höhere Süße angepasst ist.
  • Der Autor empfielt die fruchtigere Variante des Ingwer (siehe Unterschiede), oder eine Mischung bis Halbe-Halbe. Die fruchtige Note hat seiner Meinung nach gerade bei Marmelade Vorzüge gegenüber der reinen Schärfe. Wer jedoch gerne sehr scharf mag, kann sich auch am scharfen Ingwer mit dem Mischungsverhältnis der fruchtigeren Variante (1:3 statt 1:4) versuchen.
  • Ebenso empfiehlt der Autor, Ingwermarmelade lieber in kleinere Gläser (und dafür mehr) ab zu füllen; nur für den Fall, dass man, besonders bei den ersten ein, zwei Gläsern, der noch ungewohnten Schärfe nach einiger Zeit etwas überdrüssig werden sollte.
  • Weiterhin empfielt er, bei Ingwrmarmelade nicht zu sehr auf großen Vorrat zu kochen, sondern eher zum kurzfristigen Verzehr. Nach seinem Eindruck beginnt sie (bei scharfem Ingwer stärker als bei fruchtigem) nach bereits wenigen Monaten, langsam an Geschmacksvolumen zu verlieren (allerdings ist er sich nicht sicher, ob das nicht einfach nur eine Folge von Gewöhnung sein könnte). Dennoch hät er sie für eine überraschende und interessante Abwechslung im sonst süßen Marmeladeneinerlei.

Varianten[Bearbeiten]

  • Man kann statt Weißwein auch Apfelsaft o. ä. verwenden.
  • Man kann Ingwer auch als Beigeschmack zu vielen Früchten einsetzen, z. B. bei Zitrone, Orange, Apfel, Erdbeere, Himbeere, u.v.m.
  • Ebenso kann man Ingwermarmelade sehr gut direkt auf dem Brot mit anderen Marmeladen kombinieren